
#1 – Der Startschuss für ein wildes Jahr
Ursprünglich hatte er nur seine Schalker Jungs (plus ein paar Desorientierte) im Gepäck. Die Mädels der Wahl sagten schnell: „ ja“ bzw. „ja ja, der muss erstmal fallen“. Nur eine sagte direkt: „Boah“ — Queen herself Sabrina Bohr.
Freitagabend — Sabrina und David, als Teil des Hofstaats 2024/25, genießen das große Feuerwerk, träumen aber wohl da schon davon, was in weniger als 24 Stunden Wirklichkeit werden könnte. „Auffe Halle“ angekommen, genehmigte sich der König in spe dann das ein oder andere Zielwasser und holte sich die finale Motivation.
Samstag — Die Königsehre gehört noch Papa René. Beim Antreten im Königsgarten im Thüler Feld, auch bekannt als Nordlichthalle, fühlt sich die erste Kompanie sichtlich wohl. Das bemerkt auch Reini Janhsen, Hauptmann der amtierenden Königskompanie und erwähnt, man könne das gerne für das kommende Jahr so beibehalten, sodass es dann wieder heißt: Es freut sich am mehrsten der Hauptmann der Ersten. Ob er da schon ahnen konnte was ihn erwarten wird…
Am Festplatz angekommen wurde es dann ernst, die Männer spornten ihren Königsaspiranten an. Einige Kandidaten machten es spannend, unter anderem the one and only Dufti Norbert Lichte (an dieser Stelle ein herzlicher Dank für’s locker schießen) und Felix, mit dem sich David ein abschließendes, spannendes und faires Duell lieferte. Während die zukünftigen Hofdamen noch auf dem Platz verteilt sind, sorgt David für einen Aufschrei der Menge, eine fehlplatzierte Fahne flog ihm ins Visier und sorgte für eine ordentliche Duftnote auf dem gesamten Platz.
Erst traf er die Fahne, dann den Adler. Die Menge schreit, die Buchse reißt, der Vogel gefallen und unser König David bereit.
Voller Freude wurde der neue König in die Höh‘ geschmissen, nur Käupers Höschen ist entzwei gerissen.
Der erste offizielle Auftritt hatte für ein kleines Schalke-Memento gesorgt. Hofdamen in weiß und unsere Sabrina in strahlendem königsblau, die Überraschung für David ist gelungen. Nach der feierlichen Inthronisierung ging es nach einer kurzen Orientierungsrunde direkt auf die Tanzfläche. Wir lernten uns untereinander alle direkt von unserer besten Seite kennen, bierselig und feierfreudig.
Allerspätestens am Schützenfest-Samstagabend war dann klar: Das wird wild und wunderbar.

Sonntag — ein bezaubernder Empfang im Mutterhausgarten, die große Parade, rasante Kutschfahrten und bester Blick auf den legendären Lampenputzer* sorgten für viele schöne Erinnerungen. Danach haben wir es uns richtig gut gehen lassen, Softeis für die Ladies, Weizen für die Männer und Frecher Fritz in Massen für die gesamte Halle.


Montag — nach ausgiebiger Feierei bis in die Nacht hinein, ertönte dann am frühen Morgen der Spielmannszug und weckt die Sälzerstadt für das Schützenhochamt. Trotz kleiner Nachwirkungen vom Vorabend, ein absolutes Highlight mit Gänsehaut für uns.
Auch in der Männerdomäne beim anschließenden Schützenfrühstück haben sich die Damen mehr als wohl gefühlt. Schlagerstrudel und Rudern am helligten Tage sind eine Erfahrung und wurden erfolgreich gerockt.
Es war ein wunderbares Wochenende voller Emotionen und Erinnerungen, die uns wohl für die Ewigkeit erhalten bleiben. Ein Danke an alle, die das Schützenfest zu dem gemacht haben und mit uns gefeiert haben bis die lippischen Schützen** kamen.

* Lampenputzer- ein Unikum der St. Johannes Schützenbruderschaft. Als Finale der großen Parade laufen die Schützen und Musiker zur Hochform auf, im meist eleganten Laufschritt wird eine Runde gedreht. Dieser Moment sorgt seit Jahrzehnten für großen Jubel. Das muss man mal gesehen haben.

** Lippische Schützen – die letzten Feiernden schmeißen sich in edle Tischpapiergewänder und verwandeln Montagnacht die Halle zu einem reinen Spektakel. Der Thron wird gekapert und auf den letzten Metern wird nochmal alles gegeben. Aber natürlich gut getarnt, denn so einen Schabernack würden wir Sälzer ja niemals machen!

